Abrechnung ohne Stolperfallen

ORBIS IBIL AT stabilisiert Prozesse, reduziert Nacharbeit und wächst mit den Anforderungen

Der Abrechnungsalltag in österreichischen Krankenhäusern ist zum Stresstest geworden. Viele Abrechnungskonstellationen müssen parallel beherrscht werden, stationär wie ambulant. Die Abrechnung mit Landesfonds über den XMBDS-Datensatz, ambulante und inzwischen auch stationäre DVP-Abrechnungen, Sonderklasseprozesse mit nachgelagerter Honorarverteilung und Abrechnung mit in- und ausländischen Versicherungen sowie die Übertragung beispielsweise mittels WAHonline oder eRechnung erfolgt nach strengen Vorgaben und verlangt Transparenz bis ins Detail. In dieser Gemengelage muss ein Abrechnungssystem mehr leisten als reine Fakturierung: Es muss Prozesse stabilisieren, Fehlerquellen reduzieren und den Arbeitsalltag spürbar erleichtern.

Stefanie Trescher, Lead Product Management Administration PE&T, Dedalus HealthCare

Abrechnung als Gesamtprozess

ORBIS Integrated Billing für Österreich – kurz ORBIS IBIL AT – setzt genau hier an und versteht Abrechnung als durchgängigen Gesamtprozess. „Abrechnungsrelevante Informationen werden früh zusammengeführt, einheitlich verarbeitet und sauber dokumentiert“, betont Stefanie Trescher, Lead Product Management Administration PE&T bei Dedalus HealthCare. Entscheidend sei, dass ein System „die gesamte Kette stabil trägt – vom ersten Prüfhinweis bis zur finalen Rechnung“. Der Schlüssel ist Integration: Wenn klinische Workflows, Stammdaten, Kodierung, Kostensicherung und Abrechnung in einer Systemwelt zusammenlaufen, entstehen weniger Medienbrüche. Gleichzeitig sinkt der Bedarf an externen Schnittstellen – damit verringern sich Fehleranfälligkeit, Wartungs- und Abstimmungs- aufwand.

Zur wachsenden Komplexität kommt eine zweite Herausforderung: steigende Fallzahlen. Die Ambulantisierung verwandelt Einzelfallbearbeitung in Massendatenbetrieb. Deepak Bagla-Leithner, Product Manager bei Dedalus HealthCare, formuliert es so: „Wenn die Fallzahlen steigen, entscheidet Performance über Prozesssicherheit – Massendatenabrechnung muss einfach durchlaufen, ohne dass man am Ende manuell nacharbeitet.“ ORBIS IBIL AT ist auf hohe Volumina und stabile Laufzeiten ausgelegt, sodass Prozesse auch unter Spitzenlast nicht ins Stocken geraten.

Individuelle Besonderheiten abgedeckt

Österreich bleibt zugleich ein Markt mit komplexen Eigenheiten. Seit 2005 entwickelt Dedalus HealthCare seine Abrechnungslösungen für Österreich kontinuierlich weiter – auf Basis etablierter Übertragungsmechanismen wie ELDA und EDIVKA. Trescher unterstreicht, ein System müsse die Regeln nicht nur kennen, sondern „transparent und durchgängig anwenden“, weil diese Vielfalt zum Alltag gehöre.

 

Gegenwärtig wird ORBIS IBIL AT als modernere, vollständig integrierte Plattform weiterentwickelt. Das zeigt sich besonders in der Flexibilität. UI-Komponenten, Tarifwerke, Abrechnungsformen, Preisermittlungen sowie Automatismen und Regeln liegen nicht mehr verborgen im Code, sondern lassen sich weitgehend über eine benutzerfreundliche Oberfläche durch den User konfigurieren, ohne technisches Know-how.

Das ist relevant, weil Verträge sich ändern, neue Abrechnungsformen hinzukommen und regionale Besonderheiten konkret abbildbar sein müssen. Aus Produktsicht stärkt das die Stabilität, da bisher notwendige Codeänderungen teilweise durch Konfigurationen abgelöst werden. „Konfiguration heißt für uns nicht, ein paar Parameter zu setzen, sondern die Regulatorien bis ins Detail zu beherrschen. So werden Anpassungen schneller möglich, ohne die Stabilität zu gefährden, und die geltende Logik bleibt nachvollziehbar – wichtig für Revision und externe Prüfungen“, weiß Bagla-Leithner.

Automatisierung und Künstliche Intelligenz

Parallel wird Automatisierung zur Antwort auf knappe Ressourcen. IBIL wird in der ORBIS-U-Architektur mit Meilensteinen weiterentwickelt, um Prozesse schrittweise zu modernisieren: von der Ermittlung abrechenbarer Fälle über workflowgestützte Bearbeitung bis zu systematischen Prüfungen und perspektivisch automatisiert vorbereiteten Rechnungsschritten. Trescher betont: „Automatisierung ist kein Luxus, muss aber kontrollierbar bleiben: Regeln dürfen nicht in einer Blackbox verschwinden, Freigaben müssen klar sein, Ausnahmen sichtbar.“

KI ergänzt dies dort, wo heute viel Übersetzungsarbeit anfällt. Für die ambulante Abrechnung hat Dedalus HealthCare mit clinalytix NLP eine Lösung entwickelt, die Diagnosen aus Arztbriefen extrahiert; mittelfristig soll sie in die Brieferstellung im KIS integriert werden. Das Fachpersonal erhält Vorschläge zur Bestätigung oder Anpassung. Deepak Bagla-Leithner sieht den Nutzen in einer planbaren Abrechnung und mehr Zeit für Prüfung und Qualität.

Gegenwärtig wird ORBIS IBIL AT im MedAlp-Klinikverbund pilotiert, mit dem Echtbetrieb ab Juli 2027 vor der Tür. Parallel dazu befindet sich seit März 2026 auch das nächste Projekt mit der MavieMed-Gruppe, eine IS-H Umstellung auf ORBIS-IBIL, im Testbetrieb.

Dedalus DIREKT – unser Kundenmagazin

Stefanie Trescher

Lead Product Management Administration PE&T

« Abrechnungsrelevante Informationen werden früh zusammengeführt, einheitlich verarbeitet und sauber dokumentiert. Automatisierung ist kein Luxus, muss aber kontrollierbar bleiben: Regeln dürfen nicht in einer Blackbox verschwinden, Freigaben müssen klar sein, Ausnahmen sichtbar. »

Deepak Bagla-Leithner

Product Manager PAS Billing

« Wenn die Fallzahlen steigen, entscheidet Performance über Prozesssicherheit – Massendatenabrechnung muss einfach durchlaufen, ohne dass man am Ende manuell nacharbeitet. »

Please open in latest version of Chrome, Firefox, Safari browser for best experience or update your browser.

Update Browser